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aus „Hippopotame“

„Hippopotame – Die Nilpferdfrau und das Findelkind“ - Die Geschichte von Moses, I.Teil

Durch die „Querstellung“ eines gewissen Körperteiles wird Moses wunderbar gerettet.

Vorgeschichte:
Mose, ich glaub', ihr kennt den Mann, lebte einst in Kanaan. Als Sohn einer Levitin geboren, schien er gleich nach der Geburt verloren. Denn es sprach der Pharao zu seinem Volke etwa so: "Zu zahlreich werd'n die Israeliten. Da helfen nur noch strenge Sitten: Wenig Essen, nur noch Arbeit, keine Hobbys, wenig Freizeit, keinen Ausgang, nichts im Haus... Eines Tages sterb'n sie aus." Doch da täuschte sich der Mann, immer kamen neue an. Und auch diese Israeliten ließen sich nicht lange bitten: Nahmen Männer sich die Frauen und der König sieht mit Grauen, dass das Volk ihn nicht verehrt, sich um so heftiger vermehrt. Und so hören wir den König brüllen, denn sein Zorn ist nicht zu stillen: "Mit dem Gesinde ist jetzt Schluss! Werft die Knaben in den Fluss!" Die Frau, die Mose einst gebar, erkannte sehr schnell die Gefahr, bastelt ein Körbchen für ihr Kind, (Da kann man sehn, wie Mütter sind!) drückt auf die Stirn ihm noch 'nen Kuss. Dann setzt das Kind sie auf den Fluss und hofft, naja, sie könnte wetten: Gott wird ihren Kleinen retten. Doch wie? Das wissen wir genau: Durch Hippopotame, die Nilpferdfrau.

Wenn die Wetterfrösche steigen, wenn sich keine Wolken zeigen, wenn die Leute barbuß laufen und sich Sonnenschirme kaufen oder Himbeereis am Stiel, ei, dann ist es heiss am Nil. Und das war schon immer so, schon zur Zeit des Pharao drängelt alles aus der Schwüle in den Schatten, in die Kühle. Beine hoch bis zu den Waden. Hippopotaeme geht baden. Baden ist ihr Zeitvertreib, denn sie ist ein Nilpferdweib, ein gemütliches und fettes und ein ganz besonders nettes...

Text: Michael Graff

Hippopotame

Die Komposition ist im Werkverzeichnis unter I. a aufgeführt.


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